Summerwine (Fortsetzung folgt)

Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Bestimmt war es weit nach Mitternacht.
Der Himmel präsentierte sich in seiner unsagbaren Schönheit. Anders als in der Stadt war der Himmel so klar, dass man neben der Milchstraße unzählige Sternschnuppen beobachten. Trotz der späten Stunde war es noch typische Sommernacht. Die Verandatür ging auf, er trat mit einer Flasche Rotwein und zwei Gangenehm warm, eine angenehme Brise veranlasste die Palmen zu einem melancholischen Schaukeln. Er kam mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern auf die Veranda. Wortlos setzte er sich neben mich und füllte die Gläser. Er schwenkte sein Glas, schnupperte und nippte ein wenig. Wir stießen an. Ein sanftes Klirren in der Nacht.
Nach ein paar Schlücken setzte er ab und sah gedankenverloren in die Sterne. Ich musterte ihn von der Seite. Sein Gesicht war markant und von der Zeit geprägt, unzählige Narben verliefen über seine Wange. Seine kurzen Haare ergrauten bereits am Ansatz, seine Augen waren im Mondlicht von einem gleichermaßen faszinierenden wie auch unheimlichen blau. Trotz seines hohen Alters war er ungemein attraktiv. "Die Sterne sind Gott ganz besonders schön gelungen." sagte er ohne den Blick vom Himmel zu wenden. Ich tat es ihm nach. "Hmmm."

3.8.12 01:40

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